Valle Antrona – Geographie und

 

Geschichte

 

 

 

Das Valle Antrona ist das abgeschiedenste wie auch ursprünglichste der piemontesischen Ossolatäler. Von der Gletschererosion geformt, schlängelt sich der Fluss Ovesca durch das tief eingeschnittene Flußbett, das von der höhergelegenen Talstraße teilweise mehr als 150 Meter  tief runter reicht.

Auf der Straße durchs Tal fallen jahrhunderte alte Terrassenkulturen auf. Die meisten werden von der einheimischen Fauna langsam überwuchert. Beim Durchstreifen der Wälder lassen sich immer noch alte Kulturreste erkennen, von Kastanienbäumen mit ihren mächtigen Stämmen bewachsen – Zeugen dieser Epoche, denn viele dieser Ents sind bis zu sechshundert Jahre alt.

 

 

Die Erde wurde nicht nur für die Feldarbeit genutzt; schon die Römer hatten hier ihre ersten Stollen in den zähen Granit getrieben, um an das begehrte Eisenerz zu gelangen. Sogar Gold wurde bis ins letzte Jahrhundert geschürft. Noch heute schlägt jedes Strahlerherz höher, bei der  Vielzahl seltenschöner Mineralienfunde (alle Quarzkristalle, schwarzer Turmalin, Granate, Peridot, Aquamarin , Smaragd, etc.). Laut mineralogischer Feldforschungen des geologischen Instituts Milano soll es über 200 Mineralien in den Ossaolatälern geben.

 

Die einzige Straße ins Tal beginnt in Villadossola und endet oben in Antrona Piana. Von dort führen unzählige Wanderwege zu den drei Pässen in die Schweiz über jahrtausendealte Durchgangswege, früher Teil der Bernsteinstraße. In der jüngeren Geschichte wurden diese Pässe als Schmugglerpfade genutzt. Das Valle Antrona war im zweiten Weltkrieg ideale Rückzugsdomäne und Versteck für die bis 1946 gegen den Faschismus kämpfenden Partisanen. Und wenn man genau hinschaut, findet man sie heute noch ...

 

Am Talende: Kulissen wie aus dem „Schatz im Silbersee“.

 

 

 

 

 Zum einen der Antronasee, Mitte des 17. Jh durch einen Bergsturz gebildet. Sein herrlich frisches, kühles Wasser erfreut Körper, Geist und Seele. Wanderwege führen durch wilde Bergfauna auf die Pässe in die Schweiz.

 

Der archaische Charakter der Dörfer des Valle Antrona wird bis heute erhalten.

Zum Herzen der altertümlichen Örtchen gelangt der Besucher durch ein Labyrinth von Gäßchen und Gewölben zum Brotbackofen und auf kleine Plätze – oft liebevoll restauriert – da und dort ein kleiner schmucker Terrassengarten mit prächtigen Blumen. Allgegenwärtig die Madonna in kleinen Nischen.

 

 

 

 

 

 

 

Die wilde Natur und der Nachhall der alten Kulturen zieht uns in Bann auf einer Reise durch die Zeit.

.

 

 

<<zurück     nach oben     weiter>>